Der Cyber Resilience Act verpflichtet euch, Schwachstellen über den gesamten Supportzeitraum eures Produkts zu beheben und Sicherheitsupdates kostenlos bereitzustellen – der Zeitraum richtet sich nach der erwarteten Nutzungsdauer, in der Regel mindestens 5 Jahre. Das gilt für vernetzte Geräte samt Companion App genauso wie für Standalone-Apps. Hier steht, was „Sicherheitsupdate“ für eine App wirklich bedeutet, woran Update-Fähigkeit in der Praxis scheitert – und wie ihr sie dauerhaft sicherstellt.
Wie lange, was es kosten darf – und wer es bei euch tut: drei Eckwerte, und am dritten scheitert es in der Praxis am häufigsten:
Supportzeitraum
Sicherheitsupdates über die erwartete Nutzungsdauer des Produkts – bei Maschinen und Energie-Hardware oft deutlich länger.
Kosten für Nutzer
Kostenlos und unverzüglich – ein Abo für Pflicht-Patches ist mit dem CRA nicht vereinbar.
Der blinde Fleck
Die Firmware-Wartung ist meist geregelt. Die App hängt an einer einzelnen Person, einem Freelancer – oder an niemandem mehr. Hier reißt die Update-Fähigkeit zuerst.
Und die Pflicht verlangt keinen einmaligen Zustand, sondern eine dauerhafte Fähigkeit: jederzeit in wenigen Tagen einen Sicherheitspatch bauen, testen und in die Stores bringen. Wie wir das als Wartungsvertrag übernehmen →
„Unsere App läuft doch" – der Satz klingt beruhigend. Aber angenommen, ihr ändert zwölf Monate lang keine Zeile Code. Das passiert trotzdem:
Laufend
Jede Abhängigkeit in eurer App kann morgen betroffen sein – ohne SBOM und Monitoring erfahrt ihr davon aus der Presse. Oder von der Marktüberwachung.
September
Geänderte Berechtigungen, Bluetooth-Verhalten, Hintergrund-Restriktionen – bricht regelmäßig genau die kritischen Geräte-Pfade.
Oktober
Neues Major-Release, gleiche Geschichte – zwei Plattformen, zwei Baustellen.
August · Frist
Wer nicht mitzieht, fliegt aus dem Store – und ein Produkt, dessen Pflicht-App nicht installierbar ist, ist faktisch defekt.
CRA-konforme Wartung ist deshalb keine Reaktion, sondern ein Betrieb: beobachten, bewerten, patchen, releasen – über Jahre.
Gebaut von einem Freelancer, der nicht mehr erreichbar ist, oder einer Agentur, die es nicht mehr gibt: Ab Dezember 2027 ist das kein Ärgernis mehr, sondern ein Haftungsthema – denn wenn niemand eure App bauen kann, bleibt die Pflicht trotzdem bei euch. Prüft deshalb zuerst, ob euch diese vier Dinge gehören – vertraglich und faktisch:
01
Der aktuelle Quellcode
Der Stand, der wirklich im Store läuft – nicht ein Export von vor zwei Jahren auf irgendeinem Laptop.
02
Beide Store-Konten
Apple und Google – als Eigentümer, nicht als eingeladener Gast der alten Agentur.
03
Die Signing-Keys
Keys bzw. Zertifikate – ohne sie kann niemand ein Update unter der Identität eurer App ausliefern.
04
Eine reproduzierbare Build-Umgebung
Dokumentiert und nachvollziehbar – „es baut nur auf einem bestimmten Rechner“ zählt nicht.
Fehlt eines davon, ist eure Update-Fähigkeit eine Hoffnung, keine Fähigkeit. Die Reihenfolge dann: erst stabilisieren und bauen können, dann härten, dann modernisieren.
Wir betreiben eure App so, wie der CRA es verlangt – planbar im festen Monatspaket statt Feuerwehr-Einsätzen:
Überwachen
SBOM-basierter Abgleich gegen Schwachstellen-Feeds, Bewertung der Relevanz und dokumentierte Entscheidung pro Fund – denn nicht jede CVE in einer Bibliothek betrifft eure App.
Technische Zuarbeit für eure CRA-Meldeprozesse – Ereignis-Logging, Impact-Analyse, Formulierungshilfe für die technische Beschreibung.
Reagieren
mit SLAVertraglich zugesagte Reaktions- und Release-Zeiten – werktags, nach Schweregrad gestaffelt – inklusive Store-Einreichung und beschleunigtem Review, wo möglich.
Jährliche Anpassung an neue iOS-/Android-Versionen und Target-SDK-Anforderungen, Tests auf realen Geräten – bei Geräte-Apps mit eurer Hardware.
Nachweisen
Gepflegte CI/CD-Pipeline, verwaltete Signing-Keys, jederzeit reproduzierbare Builds – dokumentiert, sodass ihr nie von einer einzelnen Person abhängt. Auch nicht von uns.
Versionsstände im Feld, behobene Schwachstellen, anstehende Risiken – als Baustein für eure technische Dokumentation nach CRA.
Der Umfang richtet sich nach App-Größe und Kritikalität – typisch sind feste Monatspakete mit definiertem Kontingent plus SLA, transparent kalkuliert nach einem kurzen Blick in euer Repository. Zur Einordnung: ein Bruchteil dessen, was eine einzelne Notfall-Sanierung unter Fristendruck kostet.
Bei vernetzten Produkten gehört auch der Update-Kanal selbst dazu – wie wir den bauen, steht unter OTA-Firmware-Updates.
Wer patcht eure App, wenn morgen eine kritische CVE kommt – und ist das vertraglich gesichert?
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Schilder uns kurz eure App und wer sie heute wartet – zwei, drei Sätze reichen. Du bekommst werktags innerhalb von 24 Stunden eine ehrliche Ersteinschätzung: wie es um eure Update-Fähigkeit steht und was ein Wartungsvertrag bei euch kosten würde. Unverbindlich, in klarer Sprache, ohne Verkaufsdruck.
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